Entstehung

Bauvorhaben Experimentelle Fabrik

Grundstück:
Das Grundstück Sandtorstraße 23 wurde vom Land Sachsen-Anhalt in Erbpacht auf die ZPVP GmbH, als Betreibergesellschaft der Experimentellen Fabrik, übertragen. Es umfasst eine Größe von 4.200 m² und befindet sich am östlichen Rand des Universitätscampus, neben dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF. Die fußläufige Erschließung erfolgt über die Fußwege entlang der Walter-Rathenau-Straße, der Sandtorstraße oder über das Gelände der Otto-von-Guericke-Universität. Die fahrverkehrsmäßige Erschließung erfolgt über die Universitätseinfahrten am Uni-Hotel oder in der Pfälzer Straße.

Architekt:
Die sauerbruch hutton architekten partnerschaft wurde 1989 von Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch gegründet. Heute arbeiten 30 bis 35 Mitarbeiter in Berlin und London. Gebaute Projekte umfassen bisher Büro- und Gewerbebauten, Labor- und Produktionsstätten, Hochschul- und Wohnungsbau, Sanierung und Denkmalschutz sowie städtebauliche Entwürfe, u.a. die GSW Hauptverwaltung Berlin und das Photonikzentrum Berlin-Adlershof. In der Planung sind das Umweltbundesamt Dessau, die Feuerwehr und der Polizeiabschnitt 35 im Regierungsviertel Berlin und das Verwaltungsgebäude für die Universität Hamburg. Für seine realisierten Bauten wurde das Büro mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Schelling-Preis, dem AIA Award, dem Architekturpreis der deutschen Betonindustrie und dem Deutschen Architekturpreis.

Gebäude:
Das Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von insgesamt 3.360 m² ist dreischiffig gegliedert und besteht aus einem fünfgeschossigen Büro und Laborteil, einer Versuchshalle und einem Labor zur Elektromagnetischen Verträglichkeitsprüfung (EMV). Im einzelnen verfügt das Gebäude über:

  • 1.268 m² Labore, Kabinette, Werkstätten,
  • 920 m² Büros,
  • 642 m² Versuchshalle,
  • 310 m² EMV- Labor,
  • 220 m² betriebsorientierte Lagerfläche.

Das Bauwerk wird in Ost/West Richtung von einem farbigen Metalldach überzogen, in das sich die vor allem an der Ostseite vorhandenen Fensterbänder harmonisch integrieren. Ein großzügiges, mehrgeschossiges Foyer verbindet die Halle mit dem Büro- und Labortrakt. Seine Orientierung in Nord-Süd-Richtung erlaubt den Zugang zum Gebäude aus beiden Richtungen. Das Foyer ist gleichzeitig der Hauptraum des Gebäudes. Es stellt den visuellen Kontakt zwischen den unterschiedlichen Teilen der Experimentellen Fabrik her und bietet darüber hinaus im Erdgeschoss einen tagesbelichteten Ausstellungsraum. Das Gebäude ist mit der für Labornutzung entsprechenden flexiblen Haustechnik vorgerüstet. Es ist als Stahlbau konzipiert, die Fassaden sind aus Aluminiumblech mit Schallschutz-Doppelfenstern geplant. Die Süd- und Nordseite werden durch attraktive Glasfassaden geschlossen. Das Gebäude wird zu 49% durch die Otto-von-Guericke-Universität im Sinne einer industrienahen Forschung genutzt. 51% der Flächen stehen für junge innovative Unternehmen der Metall- und Elektrobranche zur Verfügung.